Deutsche Rentenversicherung

Stress - Burn out

Stress und seine Folgen

Stress ist eines der am häufigsten verwendeten Schlagworte unserer Zeit. Jeder kennt aus Erfahrung Situationen, in denen er sich beruflich oder privat überlastet, gereizt, hektisch oder nervös fühlt. Stress ist an sich ein normales und gesundes Phänomen. So wie wir ohne körperliche Anstrengung weder Muskeln noch Ausdauer entwickeln, brauchen wir auch psychische Belastungen, um unser Verhalten einer sich ständig wandelnden Umwelt anzupassen und Neues zu erlernen.

Der menschliche Körper reagiert dabei wie vor Millionen Jahren, als unsere Vorfahren noch Jäger und Sammler waren. Er bereitet sich auf Flucht oder Angriff vor. Der Organismus mobilisiert kurzfristig sämtliche Reserven. Stresshormone werden freigesetzt. Sie mobilisieren Energiereserven wie Zucker und Fett, erhöhen den Blutdruck und die Pulsfrequenz und beschleunigen die Atmung. Die Muskulatur wird auf Leistung getrimmt. Andere Funktionen werden heruntergefahren wie die Immunabwehr, die Verdauung und Sexualfunktionen. Die Wahrnehmung engt sich auf Stressrelevantes ein.

Diese Stressreaktion soll es uns ermöglichen, uns schnell auf wechselnde Lebensumstände einzustellen, sie ist lebensnotwendig, vermag sogar die Leistungsfähigkeit, das Selbstvertrauen und das Wohlbefinden zu erhöhen, wenn man die Fähigkeiten besitzt, den Anforderungen gerecht zu werden und die freiwerdenden körperlichen Energien auch ausleben kann, aber: Geschieht dies nicht, z. B. bei überdosiertem oder lang andauerndem Stress, verändern sich die Reaktionen. Es kommt zur Überlastung, zur Überforderung.

Überforderung führt zur Einengung der Wahrnehmung und Informationsaufnahme (Scheuklappeneffekt). Außerdem nehmen Lern- und Gedächtnisleistungen messbar ab. Ständige Anspannung verbraucht übermäßig viel Energie, man ermüdet vorzeitig. Chronische Verspannungen ganzer Körperpartien können die Folge sein. Der mit Überforderung einhergehende Leistungsverlust lässt es zu gehäuften Fehlern, reduzierter Konzentrationsfähigkeit und Abnahme der Kreativität kommen. Die Unfallgefährdung und auch das Risikoverhalten nehmen zu. Und weil man insgesamt zu wenig Zeit für sich selbst aufwendet, wird auch weniger Wert auf gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung gelegt. Die Beziehung zu anderen Personen wird vernachlässigt und leidet zunehmend. Meist bleibt zudem im Sinne einer negativen Spirale immer weniger Zeit und Energie für Belastungsausgleich.

Das Resultat kann sein: Burnout - Irgendwann ist der Tank leer. Man hat das Gefühl, ausgebrannt zu sein. Nichts geht mehr leicht von der Hand. Viele Aufgaben, die sonst engagiert und motiviert bewältigt wurden, sind einem gleichgültig. Alles wird einem zu viel. Man ist lustlos, gereizt, nicht mehr leistungsfähig. Immer mehr psychosomatische Beschwerden wie Rücken- und Kopfschmerzen und Verdauungsstörungen stellen sich ein. Die Anfälligkeit für Infektionen wächst. Herzinfarkt und Schlaganfall können die Folge sein. Gerade hochengagierte Menschen, die einer dauerhaften Belastung ausgesetzt sind, erschöpfen sich auf diese Weise. Die Ursachen dafür sind in ständiger Kritik, ausbleibendem Lob und fehlender Entscheidungsfreiheit zu suchen.

Therapeutische Möglichkeiten

Wirksame Stressbewältigung erfordert die Analyse des eigenen Verhaltens. Wir erarbeiten mit Ihnen deshalb Ihr persönliches "Anti-Stress-Programm", d.h. individuelle, auf Ihre spezielle berufliche und private Lebenssituation abgestimmte Bewältigungsstrategien.

Unsere verhaltensmedizinische Behandlung soll dazu beitragen, belastende, zunächst unkontrollierbar erscheinende Ereignisse und die daraus resultierenden psychischen und körperlichen Beeinträchtigungen zu bewältigen, um wieder Handlungsspielräume wahrzunehmen, sie zu erproben und in der konkreten Lebensgestaltung umzusetzen. Durch das Erleben von Selbstwirksamkeit bei der Anwendung konstruktiver Strategien ist es dann auch wieder möglich, in den physiologischen Wechsel von Anspannung und Entspannung, der für unser Wohlbefinden so notwendig ist, zurückzukehren.

Zur Minderung der Stressfolgen sowie zum Erlernen und zur Stärkung von Kompetenzen kommen hierbei u.a. zum Einsatz:

  • kognitiv-verhaltenstherapeutisch ausgerichtete Einzelgespräche
  • Angst-, Depressions-, Schmerz-und Tinnitusbewältigungstraining
  • Selbstsicherheitstraining, Problemlösetraining, Hilfen beim Zeitmanagement
  • Entspannungstraining (PMR, Atementspannung, Tai Chi, Biofeedback)
  • Genusstraining
  • Ergotherapie
  • Ernährungsberatung
  • Sport- und Physiotherapie

Zusatzinformationen

Anschrift

Reha-Zentrum Bad Pyrmont | Therapiezentrum Brunswiek

Auf der Schanze 5 | 31812 Bad Pyrmont
Tel. 05281 - 616 0 | Fax 05281 - 169 2492

Reha-Zentrum Bad Pyrmont | Therapiezentrum Friedrichshöhe

Forstweg 2 | 31812 Bad Pyrmont
Tel. 05281 - 169 0 | Fax 05281 - 169 2492

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